10 Spiele für die Messdiener-Gruppenstunde

Bewährte Spielideen von Bibel-Quiz bis Gottesdienst-Pantomime.

Spiele Gruppenstunde
10 Spiele für die Messdiener-Gruppenstunde

10 Spiele für die Messdiener-Gruppenstunde

Eine gute Ministranten-Gruppenstunde besteht nicht nur aus dem sturen Einüben von Abläufen am Altar. Mindestens genauso wichtig ist es, dass die Kinder und Jugendlichen zu einer echten Gemeinschaft zusammenwachsen. Spiele eignen sich hervorragend, um Liturgiewissen mit Spaß zu verbinden, das Vertrauen untereinander zu stärken und gemeinsam aktiv zu werden. Hier sind 10 konkrete Spielideen für euer nächstes Treffen:

1. Bibel-Quiz

  • Material: Vorbereitete Quizfragen, Zettel, Stifte, evtl. ein Buzzer (oder eine Klingel).
  • Ablauf: Die Messdiener werden in zwei oder mehrere Kleingruppen eingeteilt. Die Gruppenleitung stellt Fragen rund um die Bibel (z. B. "Wie hießen die ersten Menschen?", "Wie viele Jünger hatte Jesus?", "Wer führte das Volk Israel aus Ägypten?"). Die Gruppe, die zuerst die richtige Antwort weiß, bekommt einen Punkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

2. Liturgie-Memory

  • Material: Memory-Karten, die paarweise zusammenpassen (entweder zwei gleiche Bilder oder ein Bild und der dazugehörige Begriff).
  • Ablauf: Dieses Spiel wandelt die Idee ab, liturgische Gegenstände durch Bilder kennenzulernen. Die Karten werden verdeckt auf dem Boden oder einem Tisch ausgebreitet. Abwechselnd decken die Kinder zwei Karten auf. Wenn sie z. B. das Bild eines Weihrauchfasses und das Wort "Thuribulum" aufdecken, dürfen sie das Paar behalten. Wer am Ende die meisten Paare gesammelt hat, ist der Liturgie-Profi.

3. Stille Post (Liturgie-Edition)

  • Material: Keines.
  • Ablauf: Alle Ministranten sitzen in einem Kreis. Der Gruppenleiter flüstert dem ersten Kind ein schwieriges liturgisches Wort (wie z. B. "Ziborium", "Gabenbereitung" oder "Kruziferar") ins Ohr. Dieses Kind flüstert das Wort seinem Nachbarn ins Ohr und so weiter. Das letzte Kind muss das Wort laut aussprechen. Oft kommt am Ende ein sehr lustiges, völlig anderes Wort heraus!

4. Vertrauenslauf

  • Material: Augenbinden (z. B. Halstücher), ggf. Hindernisse wie Stühle oder Seile.
  • Ablauf: Vertrauen ist wichtig, damit eine Gruppe gut funktioniert . Die Messdiener finden sich in Zweierteams zusammen. Einem Kind werden die Augen verbunden. Das andere Kind muss nun seinen blinden Partner sicher durch einen Parcours im Pfarrheim oder auf der Wiese führen. Dabei darf es den Partner entweder leicht an der Schulter führen oder ihm nur durch verbale Anweisungen ("Zwei Schritte vor, jetzt leicht nach links") den Weg weisen. Danach wird gewechselt.

5. Kirchenrallye

  • Material: Vorbereitete Fragebögen, Stifte, Klemmbretter.
  • Ablauf: Diese Idee baut auf einer Schnitzeljagd oder Kirchenführung auf. Die Kinder bekommen in Kleingruppen einen Zettel mit Fragen und Aufgaben, die sie eigenständig in der Kirche lösen müssen. Beispiele: "Wie viele Apostel sind am Hochaltar abgebildet?", "Finde heraus, welches Datum auf der Osterkerze steht" oder "Wie viele Stufen führen zum Altar hinauf?". Die Gruppe, die zuerst alle Fragen richtig beantwortet hat, gewinnt einen kleinen Preis.

6. Kerzen-Staffel

  • Material: Mehrere dicke Kerzen (oder sichere LED-Teelichter), Löffel, ggf. Streichhölzer/Feuerzeug.
  • Ablauf: Die Gruppe wird in zwei Mannschaften aufgeteilt, die sich hinter einer Startlinie aufstellen. Das erste Kind jeder Mannschaft bekommt einen Löffel, auf dem eine brennende Kerze balanciert wird (bei jüngeren Kindern besser unangezündet oder LED). Nun müssen sie eine bestimmte Strecke laufen, um eine Wendemarke herum und wieder zurück, ohne dass die Kerze herunterfällt oder ausgeht. Fällt sie, muss man von vorne beginnen. Welches Team ist am schnellsten?

7. Bibelverse-Puzzle

  • Material: Ausdrucke von bekannten Bibelversen oder Gebeten, die in einzelne Wörter oder Puzzleteile zerschnitten wurden, Briefumschläge.
  • Ablauf: Jede Kleingruppe erhält einen Briefumschlag mit den zerschnittenen Puzzleteilen. Die Aufgabe lautet, die Einzelteile so schnell wie möglich zu einem korrekten, lesbaren Satz zusammenzusetzen. Wenn das Puzzle fertig ist, können die Kinder überlegen, wo in der Liturgie dieser Text vorkommt.

8. Ministrantenquiz (Wer bin ich?)

  • Material: Klebezettel (Post-its), Stifte.
  • Ablauf: Jedem Ministrant wird ein Zettel auf die Stirn geklebt, auf dem ein liturgischer Begriff steht (z. B. "Weihrauchfass", "Pfarrer", "Kelch" oder "Osterkerze"). Das Kind selbst sieht den Begriff nicht, aber alle anderen. Reihum dürfen die Kinder Ja/Nein-Fragen stellen, um herauszufinden, wer oder was sie sind (z. B. "Bin ich aus Metall?", "Werde ich bei der Wandlung benutzt?"). Wer ein "Nein" als Antwort bekommt, gibt den Zug an das nächste Kind weiter.

9. Gemeinsam stark (Kooperation)

  • Material: Ein langer, aber möglichst leichter Stab (z. B. ein Zollstock oder ein leichtes Rohr).
  • Ablauf: Dieses Kooperationsspiel erfordert volle Konzentration beim gemeinsamen Aushalten. Die Messdiener stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf und strecken ihre Arme mit ausgerichteten Zeigefingern nach vorne. Der Spielleiter legt den langen Stab auf die Zeigefinger. Die Aufgabe: Der Stab muss gemeinsam auf dem Boden abgelegt werden. Die Regel lautet jedoch, dass kein einziger Zeigefinger den Kontakt zum Stab verlieren darf und der Stock nicht von oben gehalten werden darf. Das erfordert viel Teamwork!

10. Gottesdienst-Pantomime

  • Material: Zettel mit Handlungen aus dem Gottesdienst.
  • Ablauf: Ein Kind zieht einen Zettel und muss die darauf geschriebene Situation aus der Heiligen Messe pantomimisch (also völlig ohne Worte oder Geräusche) darstellen. Das kann zum Beispiel sein: "Das Messbuch zum Gebet halten", "Die Altarschellen läuten", "Mit dem Weihrauchfass schwenken" oder "Die Hände des Priesters waschen". Die restliche Gruppe rät. Das Konzept lehnt sich an das Nachspielen des Gottesdienstes und das Einnehmen liturgischer Haltungen an. Wer den Begriff errät, darf als Nächster pantomimisch aktiv werden.